Feuerwache Pankow

Die Feuerwache Pankow ist eine Einrichtung der Berufsfeuerwehr. Das ehemalige Hauptgebäude der Feuerwache Pankow in der Grunowstraße wurde 1893 als Spritzenhaus für die Freiwillige Feuerwehr, dreigeschossig im typischen Berliner Wohnhausstil der Gründerzeit errichtet. Das Gebäude wurde als Putzbau mit roten Verblendziegeln mit einem Satteldach gebaut.

In den 1950er Jahren wurden zusätzlich eingeschossige Werkstätten und Garagenflächen geschaffen. Das bestehende Gebäude entsprach nicht mehr den funktionellen Anforderungen einer modernen Berufsfeuerwache. Bei der seitlichen Anordnung der Fahrzeughalle mussten die Einsatzfahrzeuge um das Gebäude herumfahren, wodurch ein schnelles Ausrücken nicht möglich ist. Dies führt zu Einsatzverzögerungen. In der Fahrzeughalle kann ein kompletter Löschzug mit 6 Fahrzeugen nicht untergebracht werden. Eine Grundsanierung des gesamten Wachgebäudes ist nicht mehr wirtschaftlich zu vertreten.

Deshalb entschloss sich die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, einen Neubau zu errichten. Einige Jahre lang wurde in Pankow nach einem geeigneten Grundstück dafür gesucht. Die neue Wache wurde 2014 an der sogenannten Löffelbrücke in der Pasewalker Straße eröffnet. Diese kleine Brücke geht über die Panke und befindet sich unweit des Autobahnzubringers Pankow-Heinersdorf.


Standort: Berlin / Germany

Eigentümer: Land Berlin

Bauherr: Magistrat Berlin

Fotograf: Denny Müller

Status: abgerissen

Stand: 2018

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

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Franz Volhard Klinik

Zentralinstitut für Herz-Kreislauf-Regulationsforschung

Zu den Ergänzungsbauten der Nachkriegszeit im nördlichen Außenbereich des ehemaligen Genesungsheims gehört der 1956-57 nach Entwurf von Franz Ehrlich errichtete Klinik-Neubau für das Institut für Kortiko-Viscerale Pathologie und Therapie. Das aus der Forschungsabteilung für Schlaftherapie hervorgegangene Institut wurde 1958 der Akademie der Wissenschaften der DDR unterstellt und 1992 in Franz-Volhard-Klinik umbenannt.

In Zusammenarbeit mit dem Leiter der Einrichtung, Prof. Dr. Rudolf Baumann, entwarf Franz Ehrlich eine einzigartige Anlage, die sowohl wegen ihrer für die damalige Zeit ungewöhnlich modernen Gestaltung und der funktionalen Anordnung der Räume als auch wegen der hochwertigen technischen Ausstattung weltweit Anerkennung fand. Für die neuartige Bauaufgabe einer Schlafklinik, für die es auch international keine Vorbilder gab, hatte Ehrlich schallisolierte und klimatisierte Einzelzimmer entwickelt, die er ebenerdig um einen trapezförmigen Gartenhof reihte. Der am Bauhaus ausgebildete Architekt stellt in erhalb der Architekturgeschichte der DDR eine Ausnahmeerscheinung dar, weil er auch jenseits der in den 1950er Jahren verordneten stalinistischen Baudoktrin der Nationalen Tradition Bauentwürfe verwirklichen konnte, die an den internationalen Funktionalismus anknüpften.

Das Zentralinstitut für Herz-Kreislaufforschung (ZIHK), von der Gründung bis Ende Juni 1980 als Zentralinstitut für Herz-Kreislauf-Regulationsforschung bezeichnet, war ein vom 1. Januar 1972 bis zum 31. Dezember 1991 bestehendes außeruniversitäres Forschungsinstitut der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW). Es fungierte in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) als Leiteinrichtung für die Behandlung und Erforschung von Herz-Kreislauferkrankungen und war ab September 1984 Collaborating Center der Weltgesundheitsorganisation. Nachfolgeeinrichtung des Instituts ist das 1992 gegründete Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin. Das Zentralinstitut für Herz-Kreislaufforschung, das 1985 rund 450 Mitarbeiter hatte, fungierte in der DDR als Leiteinrichtung für die Bekämpfung von Herz-Kreislauferkrankungen. Forschungsschwerpunkte des Instituts waren unter anderem die Grundlagenforschung zu den Ursachen der arteriellen Hypertonie und der koronaren Herzkrankheit, die Untersuchung der Regulation des Herz-Kreislauf-Systems und der Rolle des Zentralnervensystems, die Erforschung der Molekular- und Zellbiologie des Herzens und des Gefäßsystems sowie die Aufklärung der Ursachen des Herzinfarkts und des plötzlichen Herztodes. Darüber hinaus oblag dem Institut die Entwicklung und Bewertung neuer medikamentöser und apparativer Therapieansätze zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen. Gründungsdirektor des Zentralinstituts für Herz-Kreislaufforschung und ärztlicher Direktor der zugehörigen Klinik mit rund 80 Betten wurde Rudolf Baumann, der seit 1958 das Institut für kortiko-viszerale Pathologie und Therapie geleitet hatte. Ihm folgten von 1978 bis 1990 Horst Heine und von 1990 bis 1991 Karlheinz Richter. Albert Wollenberger, der zuvor das Institut für Kreislaufforschung geleitet hatte, wurde Bereichsdirektor am ZIHK. Nach der deutschen Wiedervereinigung entstanden als Nachfolgeeinrichtungen der drei in Berlin-Buch ansässigen Zentralinstitute mit Beginn des Jahres 1992 das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) als Forschungsinstitut, ein nach dem deutschen Internisten Franz Volhard benanntes kardiologisches Spezialkrankenhaus. Die Klinik, die im Bereich der Forschung mit dem MDC kooperieren, gehörte bis 2001 zur Charité Universitätsmedizin Berlin, nachdem zuvor bis 1998 die Freie Universität Berlin für die Trägerschaft zuständig war.

Seit 2001 waren die Kliniken Teil des Helios Klinikums Berlin-Buch der privaten Helios-Gruppe. Bis zum Mauerfall ist in beiden Teilen Berlins ein Medizinmekka weit über den Bedarf hinaus errichtet worden. Vor der Wende hatte Berlin 45 000 Krankenhaus-Betten. Im Osten der Stadt gab es vor zehn Jahren 28 Krankenhäuser mit knapp 14 700 Betten. Viele der Kliniken, wie etwa das Universitätsklinikum Charité, das Zentralinstitut für Krebsforschung "Robert Rössle", das Forschungsinstitut für Lungenkrankheiten "Franz Volhard" sowie das Zentralinstitut für Herz-Kreislauf-Krankheiten, die alle drei der Akademie der Wissenschaften unterstellt waren, oder das Klinikum Buch versorgten nicht nur Berliner Patienten, sondern Kranke aus der ganzen DDR. Für Diplomaten, Regierungsmitglieder und Mitarbeiter der Staatssicherheit gab es in der Hauptstadt eigene Krankenhäuser, die für den übrigen Teil der Bevölkerung tabu waren. Nach der Wende wurden das Diplomaten- sowie Staatssicherheitskrankenhaus und das Zentralinstitut für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden abgewickelt.

Der ausgedehnte eingeschossige Gebäudekomplex ist in zwei Bereiche geteilt: Um einen kleinen Gartenhof im Südwesten gruppierte Ehrlich den Haupteingang mit Foyer, einen Hörsaal, die Bibliothek sowie Arzt-, Behandlungs- und Laborräume. Die fließende Raumfolge des Entrées gestaltete der Architekt als öffentlichen Bereich mit einem durchgehenden Bodenbelag aus dunklem Bruchschiefer, mit schlanken Säulen, Raumteilern und raumhohen Glasflächen mit filigranen Stahlrahmen. Die Korridore weiten und verengen sich je nach Funktion der anliegenden Räume und dem erwarteten Besucheraufkommen. Nordöstlich schloss Ehrlich (Architekt) den klinischen Bereich an. Die Krankenzimmer reihte er in zwei Flügeln parallel zu den Längsseiten eines großen Gartenhofs und orientierte sie mit ihren Fenstern alle nach Osten. Die beiden Flure liegen daher nach Westen. Mit jeweils drei Blumenfenstern öffnet sich der Flur des östlichen Flügels zum Innenhof und der des westlichen Flügels zu den Außenanlagen. Die Nordseite des Gartenhofes schloss er mit einer Gymnastikhalle ab. Die Außenansicht der Gebäude wirkt durch die abgewalmten, weit auskragenden Schieferdächer, bodentiefe, schräg gestellte Fensterflächen an der Eingangshalle, frei vor den Glaswänden stehende Rundstützen und eine breite Terrasse mit Werksteinfassung transparent und offen, zugleich schlicht und elegant.

Mit seinem Entwurf, der auf Symmetrien und rechte Winkel bewusst verzichtet und sich vor allem an den funktionalen Abläufen im Gebäude orientiert, griff Franz Ehrlich Prinzipien des organischen Bauens auf, die Hugo Häring in den 1920er Jahren entwickelt und die unter anderen Hans Scharoun fortgeführt hatte. Klar gegliederte Funktionsbereiche, vielfältig gestaltete Raumformen, eine enge Verbindung zwischen Innenräumen und Gärten sowie eine differenzierte Detailgestaltung zeichnen das Gebäude aus. Die Vorzüge einer um Innenhöfe gruppierten Anlage für einen Klinikbetrieb, der Ruhe und Abgeschiedenheit brauchte, konnte Ehrlich an den nur wenige Meter entfernt liegenden umbauten Gartenhöfen im ehemaligen Genesungsheim von Ludwig Hoffmann studieren und diese in eine moderne Variante umsetzten. Darüber hinaus nutzte er für seinen Entwurf ein von ihm entwickeltes System, mit dem sich in kürzester Zeit alle für den Bau notwendigen Kosten, Materialien, Arbeitskräfte und Zeit berechnen ließen.


Standort: Berlin/ Germany

Eigentümer: unbekannt

Bauherr: Magistrat Berlin

Architekt: Ehrlich, Franz

Fotograf: Denny Müller / (Ehrlich, Franz) Erbengemeinschaft nach Franz Ehrlich (Artikelfoto)

Status: Leerstand

Stand: 2018

Quelle: Landesdenkmalamt Berlin / Stalinistische Architektur, 1999 / LHQ Objektgessellschaft mbH & Co.KG - Anne Kretschmar

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Gutshaus Schenkendorf

Das Gutshaus ist eine repräsentative Villa im zur Stadt Mittenwalde gehörenden Ortsteil Schenkendorf. Das an den Neoklassizismus angelehnte Schloss besteht aus einem Ensemble zwölf weiterer Gebäude. Es wurde 1896 im Auftrag von Rudolf Mosse erbaut und befindet sich in einem rund 16 Hektar großen naturbelassenen Park. Dieser steht unter Naturschutz und beheimatet unter anderem blaue, gelbe und weiße Frühjahrswindröschen. Das zweigeschossige Haupthaus mit konstruktivem Walmdach ist dem italienischen Landhausstil nachempfunden. Die Außenverkleidung besteht aus Klinker und Putz. Bis 1932 diente das Anwesen der vermögenden Berliner Verlegerfamilie Mosse als Sommersitz.

Nach dem Tod des Firmengründers, der 1920 auf Schloss Schenkendorf starb, wurde das Haupthaus auch als Begegnungsstätte für Intellektuelle, Politiker und Wissenschaftler genutzt; unter anderem verweilte hier gern als Gast Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin.Hans Lachmann-Mosse, der Erbe des Mosse-Imperiums, stiftete der Gemeinde die Kirchenglocken und wurde in Schenkendorf als eine Art Gutsherr betrachtet.Sein Sohn, George L. Mosse, der bis 1933 die Schule Schloss Salem besuchte, verbrachte seine Sommerferien regelmäßig auf Schloss Schenkendorf. Für seine Aufenthalte stand ihm ein kompletter Flügel zur Verfügung. 1932 geriet Schloss Schenkendorf aufgrund des wirtschaftlichen Zusammenbruchs des Mosse-Konzerns bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs unter die Zwangsverwaltung der Cautio Treuhand GmbH.

Nach 1945 nutzte die Nationale Volksarmee das Areal. Im Zuge der Wiedervereinigung kam das Schloss in den Besitz der Nachfahren von George L. Mosse. 1995 erwarb Ottomar Rodolphe Vlad Dracula Prinz Kretzulesco das Grundstück. Bis 2006 diente die Orangerie als Gaststätte und Ausstellungsraum. Anschließend stand das Schloss unter Zwangsverwaltung und wurde 2009 bei einem festgesetzten Verkehrswert in Höhe von 535.000 Euro von der Falstaf Vermögensverwaltung AG für 268.000 Euro ersteigert.

Am 28. April 2014 brach im Schloss ein Brand aus, welches sich seitdem in einem maroden und ständig weiter verfallenden Zustand befindet. Die Anlage ist denkmalgeschützt und in der Liste der Baudenkmale in Mittenwalde aufgeführt. Schloss Schenkendorf war 2006 Drehort und Kulisse der dänisch-deutschen Krimiserie "Der Adler – Die Spur des Verbrechens".


Standort: Brandenburg / Germany

Eigentümer: Falstaf Vermögensverwaltung AG

Bauherr: Rudolf Mosse

Fotograf: Wesenstein

Status: Leerstand

Stand: 2018

Quelle: Wikimedia Foundation Inc.

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U-Bahnhof Oranienplatz

Ursprünglich war geplant, die spätere U-Bahn-Linie U8 nicht über den Moritzplatz, sondern über den Oranienplatz zu führen. 1912 erhielt die AEG die Genehmigung für den Nau und Betrieb einer Hoch- und Uuntergrundbahn von Gesundbrunnen nach Neukölln. Hierfür gründete sie die AEG-Schnellbahn AG. Die AEG beabsichtigte die Strecke von der Heinrich-Heine Straße aus durch die Dresdener Straße zum Oranienplatz zu führen und begann 1913 mit dem Bau. Der Spreetunnel wurde unter Material- und Fachkräftemangel hergestellt. Das Ergebnis waren 67 m³ Wasser, die jeden Tag in den Tunnel einsickerten. Neben dem Spreetunnel wurden durch die AEG- Schnellbahn Tunnel in der Brunnenstraße, der Rosa Luxemburg Straße, der Littenstraße und der Dresdner Straße hergestellt. In Berlin herrschten während der Novemberrevolution bürgerkriegsartige Zustände. Das Land Berlin verklagte jedoch die AEG-Schnellbahn auf Fertigstellung des Baus und gewinnt den Prozeß. Eine einstweilige Verfügung der Stadt Berlin führte ab 1921 zur Fertigstellung des Bahnhofs im Rohbau, um die Straße für den Verkehr wieder freizugeben. Die AEG-Schnellbahn AG wurde 1923 liquidiert. Die angefangene Untergrundbahn fiel der Stadt Berlin zu.

Die Stadt Berlin entschied sich 1927 für eine Strecke über den Moritzplatz, aufgrund der besseren Verkehrsanbindung im Straßenbahnnetz. Nachträglich wurde ein eingleisiger Tunnel von der Heinrich-Heine-Straße bis zum Alfred-Döblin-Platz zum Rohbau errichtet. 1942 wurde er zum Luftschutzraum umgebaut.

Im Bahnhofsrohbau richtete die Bewag eine Schaltstation ein, die dort bis 1988 bestand. Aufgrund von Statikproblemen und der unzureichenden Tragfähigkeit für die darüberliegende Dresdener Straße wurde der Tunnel Anfang 2015 mit einem Sand-Wasser-Gemisch verfüllt.


Standort: Berlin / Germany

Eigentümer: Land Berlin

Bauherr: AEG Schnellbahn AG

Fotograf: Anita K.

Status: verfüllt

Stand: 2018

Quelle: Berliner Unterwelten e.V. / Wikimedia Foundation Inc.

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Bunkeranlagen

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