Sunday, 24 September 2017

Lost Places

Berufschule für Geodäsie und Kartografie

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Ab 1954 wurden einheitlich organisierte Betriebsberufsschulen (BBS) gegründet. Auch die Ausbildungseinrichtung in Alt-Brieselang wurde umgewandelt und war neben der berufspraktischen nun auch für die schulische Ausbildung verantwortlich.

Am 01.09.1962 wurde auf Beschluss der Leitung des Vermessungs- und Kartenwesens die Betriebsberufsschule in Eichwalde auf dem Gelände der ehemaligen Grenzpolizei gegründet. Die Mitarbeiter und Auszubildende der Betriebsberufsschule des Potsdamer und des Berliner Betriebes wurden zur neuen Betriebsberufsschule des VEB Ingenieurvermessungswesen Berlin in Eichwalde zusammengefasst. Ab 1966 erfolgte nach Fertigstellung des Theoriegebäu des parallel zur praktischen Ausbildung auch die theoretische Ausbildung an der Betriebsberufsschule in Eichwalde. Die Schule bildete zu Beginn ihrer Entstehung 95 Vermessungsfacharbeiter/innen und 14 Kartographiezeichner/innen aus. Wenige Jahre später waren es bereits 120 Auszubildende. 

Seit der Gründung des sogenannten Kombinats für Geodäsie und Kartographie (KGK) im Jahre 1971 entwickelte sich die BBS in Eichwalde zu einer modernen überbetrieblichen und überregionalen Ausbildungsstätte für die ehemaligen Bezirke Berlin, Frankfurt (Oder), Potsdam, Cottbus, Halle, Magdeburg, Leipzig und Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz). In der Zeit von 1975 bis 1977 entstanden auf dem Gelände der BBS ein Mehrzweckgebäude und ein neues Hauptgebäude, so dass die Kapazität der Schule auf 200 Auszubildende erhöht werden konnte. Die Einführung neuer Ausbildungsunterlagen im Jahr 1977 hatte zur Folge, dass aufgrund neuer technischer und bildungsökonomischer Entwicklungen die Ausbildung von Kartographiefacharbeitern in der BBS in Eichwalde eingestellt wurde.

Die politische Wende im Herbst 1989 war auch für die BBS in Eichwalde Auslöser zahlreicher Veränderungen. Unter der neuen Bezeichnung „Aus- und Fortbildungszentrum" (AFZ) war sie als nachgeordnete Landeseinrichtung ab November 1990 dem brandenburgischen Innenministerium zugeordnet. In Umsetzung des dualen Ausbildungsprinzips wurden theoretische und praktische Ausbildungsinhalte schrittweise entkoppelt. Die schulische Ausbildung erfolgte von 1993 bis 1994 noch im AFZ unter Verantwortung des Oberstufenzentrums Dahme-Spreewald. Später wurde die schulische Ausbildung im Land Brandenburg auf drei Oberstufenzentren in den Landkreisen verteilt. 

Seit März 1994 ist das AFZ Teil des ehemaligen Landesvermessungsamtes Brandenburg, welches 2002 in den Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) umgewandelt wurde. Aus dem AFZ wurde die „Zentrale Aus- und Fortbildungsstätte" (ZAF). 

Die baulichen Anlagen waren nun überdimensioniert und befanden sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Um eine gute überbetriebliche Ausbildung auch weiterhin gewährleisten zu können, wurde der Standort der ZAF an den Betriebssitz der LGB nach Frankfurt (Oder) verlagert. 

Im August 2009 hat das Finanzministerium das Grundstück der ehemaligen Landesvermessungsschule in Eichwalde an den AWO Regionalverband Brandenburg e.V. verkauft. Im Jahre 2012 erfolgte dann der Abriss.


Fotoaufnahmen: Denny Müller

Quelle: Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg



Eierhäuschen

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Das Eierhäuschen war ein beliebtes Berliner Ausflugslokal gegen Ende des 19. Jahrhunderts und ist der Schauplatz eines Kapitels des Romans „Der Stechlin" von Theodor Fontane. Es befindet sich am Rande des Plänterwalds direkt am Ufer der Spree.

Über die Entstehung des Namens des Lokals gibt es zwei Theorien: Entweder weil der Wächter der Ablage nebenbei Eier an die Spreeschiffer verkaufte, oder weil der Preis bei einem örtlichen Ruderwettbewerb aus einem Schock Eier bestand, wurde die Spreeschönheit so sonderbar benamst, wie es bei Fontane heißt.

1837 entstand das Gasthaus zum Eierhäuschen. Nach mehreren Bränden in den Jahren 1890 bis 1892 wurde der heute noch erhaltene Backsteinbau errichtet und 1902 um eine Veranda und ein Saal erweitert worden.

1970 - 1973 erfolge dann die Rekonstruktion und Umbau mit Unterstützung des Rates des Stadtbezirks Treptow.

Als hinderlich für eine Reaktivierung des Eierhäuschens erweist sich die noch aus Zeiten des VEB Kulturparks fortbestehende Zuordnung der Gaststätte zur Liegenschaft Spreepark, obwohl sie außerhalb dessen Einzäunung liegt. Eine vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Herauslösung der Immobilie aus dem seit Ende 2001 insolventen Spreepark wurde seitens des Berliner Senats nicht umgesetzt, da man sich größere Vermarktungschancen für die Spreepark-Fläche erhofft.

Für das stark sanierungsbedürftige denkmalgeschützte Gebäude soll 2014 durch das Land Berlin und den Bezirk ein gemeinsames Nutzungskonzept mit dem landeseigenen Spreepark gefunden werden. Mittlerweile wurden nach Übernahme des Spreeparks durch das Land Berlin erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Eine Sicherung des Daches soll noch 2014 erfolgen, weitere denkmalgerechte Sanierungsmaßnahmen ab 2015.



Fotoaufnahmen: Wesenstein (2009-2014)


Kraftwerk Boxberg

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Das Kraftwerk Boxberg ist ein deutsches Braunkohlekraftwerk in Boxberg/O.L. in der Oberlausitz (Sachsen) im Lausitzer Braunkohlerevier. Während seiner höchsten Ausbaustufe in den 1980er Jahren war es mit einer Nennleistung von 3250 Megawatt das größte Kohlekraftwerk in der DDR.

Das von der Vattenfall Europe Generation AG (ehemals VEAG) betriebene Kraftwerk hat eine Nennleistung von 2575 Megawatt. Nach dem Kraftwerk Jänschwalde mit 3000 Megawatt ist es Vattenfalls zweitgrößtes Kraftwerk in Deutschland.

Das erste Kraftwerk am Standort Boxberg wurde 1966 durch den VEB BMK Kohle und Energie errichtet. Anfang der 1980er Jahre waren bereits 14 Kraftwerksblöcke mit einer installierten Leistung von 3520 MW in Betrieb (12 × 210 MW + 2 × 500 MW). Zu dieser Zeit war Boxberg neben dem Kernkraftwerk Greifswald das größte Kraftwerk der DDR und das größte europäische Kraftwerk auf Braunkohlebasis; es bot damals 4.600 Menschen Arbeit.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die meisten Kraftwerksblöcke aufgrund der nicht den bundesdeutschen Anforderungen entsprechenden Filtertechnik und Effizienz stillgelegt. Bis heute befinden sich Altanlagen des Kraftwerks Boxberg im Rückbau. So wurden die beiden Werke 1 und 2 mit insgesamt zwölf Blöcken mit je 210 MW im Zeitraum 1993–1998 stillgelegt. Am 13. April 2006 wurden vier der gesamt neun unbenutzten Kühltürme des Altwerkes gesprengt.

Im Jahr 2000 begann der Rückbau des Schornsteins des Werkes 3, als erster von vier 300 m hohen Stahlbeton-Schornsteinen. Ein Sprengabbruch konnte aus Gründen der sich in der Nähe befindlichen Anlagen der Rauchgasreinigung und Entaschung nicht durchgeführt werden. Aus diesem Grund kam eine Spezialabbruchmaschine mit drei aufgesetzten Spezialbaggern mit hydraulischen Abbruchzangen von 500 t zum Einsatz. Damit wurde der Schaft und das Futtermauerwerk segmentweise abgebrochen. Durch Ein- und Ausfahren der drehbaren Auflagerbühnen wurde die Abbruchmaschine auf die neu hergestellte Arbeitsebene abgesenkt. In gleicher Folge wurde der Schornstein abschnittsweise abgetragen. Der Betonabbruch wurde innen über eine Fuchsöffnung abgefahren. Eine äußere Kletterbühne gewährleistete einen Schutz vor unbeabsichtigt herabfallen Abbruchmaterialien über die Außenseite. Im gleichen Verfahren werden die 300-m-Schornsteine des Kraftwerkes Jänschwalde abgetragen.

Von den drei übrigen 300-m-Schornsteinen wurden zwei am 9. Mai 2009 gegen 11 Uhr gesprengt. Um dies zu ermöglichen, musste die ehemalige Bekohlungsanlage und eine Kohlebandbrücke abgebaut werden. Der dritte Schornstein sollte wegen seiner Nähe zum aktiven Kraftwerk nicht gesprengt werden, nachdem es 1999 bei einer Sprengung im Kraftwerk Schwarze Pumpe bereits zu unerwünschten Zerstörungen kam. Er sollte schrittweise von innen heraus abgebaut werden, jedoch ließ die marode Substanz keinen vollständigen Rückbau auf diese Weise zu. Letztlich wurde die Hülle des entkernten Schornsteins am 6. Oktober 2012 um 11:00 Uhr gesprengt.


Fotoaufnhamen: Denny Müller

Quelle: Vattenfall, Wikipedia


Alte Ziegelei Reetz

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Schon Mitte des 14. Jahrhunderts gab es in der Gegend Reetz und Reetzerhütten Ziegelbrennöfen. 1883-1887 ließ der Maurermeister Friedrich Senst in Reetz ein Wohnhaus und eine Ziegelei errichten. Viele Produktionsbereiche wurden schon 1938 automatisiert. Seit dem 1. Januar 1956 gehörte der Betrieb den Vereinigten Ziegelwerken des Kreises Belzig mit Sitz in Niemegk. 1956 waren noch ein Betriebsleiter, eine Köchin und 34 Arbeiter im Betrieb beschäftigt. Jedoch blieb die Ziegelei zu dieser Zeit weiterhin einer der wichtigsten Arbeitgeber im Ort.

Anfang der neunziger Jahre wurde die Ziegelei geschlossen und durch einen Neubau der Röben Tonbaustoffe auf der anderen Straßenseite ersetzt. Die Firma erwarb auch das Gelände der alten Ziegelei. Inzwischen ist die Gemeinde Wiesenburg Eigentümer des Grundstücks. Mit Hilfe von Fördermitteln wäre es sicher möglich, das Areal zu erhalten und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch in Reetz mehren sich die Stimmen für einen Erhalt des historischen Betriebes und einer Nutzung als Museum, denn die Ringöfen von 1887 der „Alten Ziegelei Reetz", stehen unter Denkmalschutz. 

Anfang 2014 wurde ein Vertrag unterschrieben, in dem die Werial GmbH (Geschäftsführer Hans-Jürgen Horn) als neuer Nutzer ihre Absicht erklärt, die seit 22 Jahren stillliegende alte Ziegelei wieder zu neuem – auch touristischem - Leben zu erwecken. Zur Wiederbelebung ist vorgesehen, dass neben der Rekonstruktion des historischen Ringofens eine parkähnliche Erholungsanlage rund um die Ziegelei entsteht, bei der Blumen und Pflanzen selbstverständlich eine dominante Rolle spielen.


Fotoaufnahmen: Denny Müller

Quelle: http://www.reetz-flaeming.de

            Blickpunkt Verlag GmbH & Co. KG


Hyparschale

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Das 1969 nach den Plänen des Bauingenieurs Ulrich Müther errichtete Ausstellungszentrum im Magdeburger Kulturpark Rotehorn besteht aus der als »Hyparschale« bezeichneten Mehrzweckhalle, vier Leichtbauhallen und 3000 m² Freifläche. Das Gebäude steht seit 1990 unter Denkmalschutz.

Die Stahlbetondecke der Hyparschale ist selbsttragend, besteht aus vier hyperbolischen Paraboloiden, je 24x24 m, die eine Grundfläche von 48 Meter überspannen. Auf der Dachfläche der Stahlträger wurde Spritzbeton aufgetragen. Die Lasten der vier Dachschalen werden als Schrägstützen zum Erdboden hin geführt, daher ist die Außenfläche stützenfrei und nahezu vollständig aus einer Copilit-Verglasung. Architekturkritiker belegen diese Bauweise mit den Attributen filigran, leicht und schwerelos. Das Konstruktionsprinzip entspricht dem Teepott Warnemünde, der ehemaligen Großgaststätte Ahornblatt in Berlin und dem Restaurant Ostseeperle in Glowe auf Rügen. Unter anderem entstand 1972 auch die Gaststätte Panorama in Schwerin nach diesem Prinzip.

Das Gebäude hat mittlerweile einen erheblichen Sanierungsbedarf, eine Sanierung des Daches wird zwei Millionen Euro kosten. Seit 1997 ist die Halle baupolizeilich gesperrt. Ein Abriss konnte durch zwei Gutachten abgewendet werden. Im Jahr 2008 schrieb die Stadt 150 Investoren für einen Kauf an. Um die Hyparschale sanieren zu können, hält die Stadt Magdeburg erhebliche Mittel für die Dach- und Fassadensanierung bereit.

Im Juli 2012 gründete sich ein überparteilicher Magdeburger Verein, der sich die Rettung und eine weitere Nutzung der Hyparschale zum Ziel gesetzt hat.

Im November desselben Jahres veröffentlichte der Verein Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt (KWSA) eine Studie, welche die Hyparschale als Gründerzentrum für junge Unternehmer im Industriedesign, aus der Film- und Werbewirtschaft sowie Softwareprogrammierung vorschlägt. Die benachbarte Messehalle könne ebenfalls genutzt werden.


Fotoaufnahmen: Denny Müller

Quelle: wikipedia


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