Sunday, 24 September 2017

Panoramen

Oskar-Helene-Heim

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Das Oskar-Helene-Heim war eine der größten orthopädischen Privatanstalten für Kinder und Jugendliche. Am 27. November 1905 gründeten Helene Pintsch und Konrad Biesalski im Haus der Eheleute Pintsch den „Krüppelkinder-Heil- und Fürsorge-Verein für Berlin-Brandenburg". Die großzügige finanzielle Unterstützung von einer halben Million Goldmark durch Oskar Pintsch über die „Oskar Pintsch Stiftung zur Förderung der Krüppelfürsorge" ermöglichte den Beginn des Baus der Heilanstalt. Es befand sich an der Clayallee in unmittelbarer Nähe des 1929 eröffneten U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim im Berliner Ortsteil Dahlem. Zehn Jahre hatten der Chirurg Konrad Biesalski und das Unternehmerehepaar Oskar und Helene Pintsch gearbeitet, um diese neue Heilanstalt für körperbehinderte Kinder zu schaffen. "Krüppelkinder" nannte man die kleinen Patienten, die nach Unfällen oder von Geburt an nicht richtig laufen konnten.

Es war international wegweisend und sollte in den folgenden Jahrzehnten Weltruhm erlangen. Am Oskar-Helene-Heim wurden erstmals Techniken der Wirbelsäulen- und Neurochirurgie erprobt, die noch heute praktiziert werden.Verwaltungs- und Erziehungsdirektor der Heilanstalt wurde Hans Würtz. Ab 1916 wurden im Oskar-Helene-Heim dann auch Kriegsversehrte versorgt. In den orthopädischen Werkstätten der Klinik wurden Prothesen aller Art erstellt. Bedeutend war die in der Klinik entwickelte erste künstliche Hand. 

Während des Ersten Weltkriegs wurde auf dem Gelände des Oskar-Helene-Heims ein Lazarett und 1918 eine Sonderabteilung für die Kriegsversehrten eingerichtet. Nachdem 1923 die langjährige Vereinsvorsitzende Helene Pintsch und 1930 Konrad Biesalski gestorben waren, wurde 1933 Hans Würtz gezwungen, das Oskar-Helene-Heim zu verlassen. Noch im selben Jahr tritt der Vorstand zurück. Zum ersten Vorsitzenden wird der spätere Reichsärzteführer Dr. Leonardo Conti ernannt. 1939 wurde ein Reserve-Lazarett eingerichtet, dem eine Sonderstation für „Ohnhänder" angegliedert wurde. Dem folgte die Eröffnung eines Waldhauses mit fünfzig Betten für Erwachsene und dreißig für Kinder im Jahr 1941. 1943 erfolgte die rechtzeitige Evakuierung der Klinik, denn das „OHH" wurde 1945 durch Brandbomben zu fünfzig Prozent zerstört.

Mit dem umfassenden Wiederaufbau wurde gleich nach Kriegsende begonnen. Der Verein erhielt einen Notvorstand und wurde durch die amerikanische Besatzungsmacht verwaltet. 1946 erfolgte die Übergabe in die Treuhänderschaft des Magistrats der Stadt Berlin. Nach der Neu-Konstituierung unter dem Namen „Verein Oskar-Helene-Heim Berlin-Zehlendorf e.V. (Vereinigung zur Hilfe für Körperbehinderte, gegründet durch Konrad Biesalski (1905))" erfolgte die allmähliche Wiederaufnahme des klinischen, schulischen und Werkstättenbetriebes. 1954 wurde das „OHH" „Orthopädische Universitätsklinik der Freien Universität Berlin". In den Fünfziger Jahren folgten zahlreiche Erweiterungen, so 1955 eine Sonderstation für Schwerbeschädigte, 1957 ein Pavillon für Spiel- und Beschäftigungstherapie, der Bau der Hydrotherapie und 1960 die Fertigstellung des Neubaus für die Kinderstation.

1966 wurde die Gründung der „Stiftung Oskar-Helene-Heim" beschlossen. Das Vermögen wurde im Folgejahr vom Verein auf die Stiftung übertragen, der Verein wird als Förderorganisation weitergeführt.

Im Jahr 2000 fusionierte die „Orthopädische Universitätsklinik Oskar-Helene-Heim" mit dem kommunalen Krankenhaus Zehlendorf (Behringkrankenhaus und Lungenklinik Heckeshorn) zur „Zentralklinik Emil von Behring". Der Klinikstandort wurde von der Clayallee auf das Gelände des Behringkrankenhauses in der Walterhöferstraße in Zehlendorf verlagert. Damit ging am 26. November 2000 eine Ära zu Ende, die Kaiserin Auguste Viktoria am 27. Mai 1914 einläutete, als das Oskar-Helene-Heim in Zehlendorf eingeweiht wurde. 

Das Klinikum führt seitdem den Namen „HELIOS Klinikum Emil von Behring". Die Stiftung hat die unternehmerische Tätigkeit eingestellt und konzentriert sich auf die Förderung der Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Medizin.

Bis Mitte 2015 wird auf dem Gelände ein Gesundheitszentrum mit Wohnpark durch die Wohnkompanie Berlin realisiert.

 


Fotoaufnahmen: Denny Müller

Quelle: Wikipedia

Zustand: derzeitiger Abriss und Neugestaltung


Futterphosphatwerk

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VEB Chemiewerk Coswig Betriebsteil Rüdersdorf - Futterphosphatwerk

Das Futterphosphatwerk, in Rüdersdorf, Ortsteil Tasdorf, gehörte zum VEB Chemiewerk Coswig. Das Chemiewerk mit seinen vier Betriebsteilen wurde 1979 in das neu gebildete VEB Kombinat Agrochemie Piesteritz integriert. Am Standort Rüdersdorf produzierte man bis Ende 1999 das Futterphosphat "Rükana" (hydrothermische Entfluorierung eines Gemisch aus Rohphosphat, Phospohorsäure und Soda). Von einst 500 Beschäftigten waren zuletzt noch zwölf angestellt. Anfang 2000 wurde für den Betrieb ein Insolvenzverfahren beantragt und seitdem ist endgültig geschlossen.

Überschattet wurde das Werk durch ein Umweltskandal im Jahr 2000. Auf dem Gelände des ehemaligen Futterphosphatwerkes in Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) ist offenbar einer der größten Umweltskandale Brandenburgs aufgedeckt worden. Unmittelbar auf dem Areal neben dem Museumspark lagerten rund 80 Fässer mit Öl und ölhaltigen Flüssigkeiten. Die Scheiben der komplett ausgestattet Chemielabore waren eingeschlagen, die Türen standen weit geöffnet, Chemikalien waren auf dem Boden verschüttet und in den Regalen standen Gefäße mit hochgiftigen Substanzen, mit Salpetersäure, Schwefelsäure, Salzsäure. Ein Teil der bis zu einhundert Liter fassenden Behältnisse waren undicht. Der Inhalt lief zum Teil unkontrolliert in Gullys ab.

Nach jahrelangen Leerstand ist das Gelände heute ein begehrtes Eldorado für Film- und Fotofreaks. Hier wurde auch der Stalingrad-Kinofilm gedreht – "Enemy At The Gates". Aber auch Rammstein hat hier ihr Video zum Song "Amerika" gedreht. Zur Zeit finden auf dem Areal Dreharbeiten zum neuen Film mit George Clooney "The Monuments Men" statt. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, die am Ende des Zweiten Weltkriegs geschah. Es geht um eine außergewöhnliche Schatzsuche. Kunsthistoriker und Museumskuratoren versuchen so viele Kunstschätze wie möglich in Sicherheit zu bringen, damit sie vor der Zerstörung durch Hitler sicher sind. Ihr größter Gegner ist dabei die Zeit. Der Kinostart für George Clooneys neuesten Streich ist für Januar 2014 geplant. 

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Fotoaufnahmen: Denny Müller

Panoramen: Hannes Hensel / Wesenstein (Filmkulisse )


Weißbierbrauerei Willner

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1882 von Emil Willner gegründet, wurde 1935 die Berliner Brauerei eine Offene Handelsgesellschaft, weshalb sich der Namen in Berliner Weissbierbrauerei E. Willner OHG änderte. 1948 entstand eine Aktiengesellschaft, weshalb der Brauereiname in Willner Brauerei AG geändert wurde. 1949 erfolgte die Enteignung und die Eingliederung in die Berliner Brauereien GmbH als Treuhandbetrieb Willner Brauerei. Im selben Jahr jedoch konnte wieder ein eigener Betrieb entstehen.

In der DDR wurde der Betrieb zum VEB bzw. VVB.

1959 wurde die Brauerei Willner dem VEB Schultheiß Brauerei Schönhauser Allee als Abteilung Willner unterstellt. Zehn Jahre später, 1969, wurde die Brauerei dem VEB der Berliner Brauereien unter dem Betrieb VI Schultheiß Schönhauser Allee als Abteilung Weißbier geführt. Im selben Jahr gründete sich der VEB Getränkekombinat Berlin, dem sich die Brauerei erst 1990 anschloss. Nachdem das Getränkekombinat auf Grund der Wiedervereinigung 1990 aufgelöst wurde, gliederte es sich in die Brau- und Erfrischungsgetränke AG Berlin (BEAG) als Weißbier Brauerei ein. Die BEAG war ein Gemeinschaftsunternehmen der zur Oetker-Gruppe gehörenden Brau und Brunnen-Gruppe (BBAG). 1990 wurde die Brauerei endgültig geschlossen.

Noch heute findet man in Berlin-Pankow die Brauereigebäude der Weißbierbrauerei Willner, welche unter Denkmalschutz stehen.

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Fotoaufnahmen: Denny Müller Ansehen

Panoramen: Denny Müller  Ansehen

Zustand: Leerstand

Bundesland: Berlin / Germany

Eigentümer: Nicolas Berggruen Holdings GmbH

Quellen: wiki

Weblinks: Nicolas Berggruen Holdings GmbH

                WBB-Pankow


ZGS14 "Fuchsbau"

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Der Fuchsbau ist eine Bunkeranlage südlich von Fürstenwalde in den Rauenschen Bergen in Brandenburg mit einer sehr wechselvoller Geschichte, die vorwiegend militärisch genutzt wurde. Grundlage für die Errichtung eines geschützten und zentralen Gefechtsstandes der LSK/LV, war der Beschluss auf der 10. Tagung des Nationalen Verteidigungsrates der DDR vom 06.04.1962 über die Schaffung unterirdischer Führungsstellen und dem Aufbau eines einheitlichen Systems der Luftverteidigung. fuchsbau

Diese Bunkeranlage war der Zentrale Gefechtstand 14 (ZGS-14) des Kommandos LSK/LV der NVA-Luftstreitkräfte. Sie umfasste eine über 9.000 m² großer Nutzfläche mit mehr als 200 Arbeitsräumen, 650 m Gängen und bis zu 350 Mann Besatzung. Somit gehörte sie zu den größten Bunkeranlagen auf dem Gebiet der DDR. Von hier aus erfolgten von ca. 1965 bis 1990 die zentrale Führung und der operationelle Einsatz der bodengebundenen Luftverteidigung und der fliegenden Waffensysteme der NVA-Luftstreitkräfte zur Sicherung des Luftraums der DDR im Zusammenwirken mit der Luftverteidigung der anderen Teilstreitkräfte und der GSSD. Von hier wurden auch Sicherungsmaßnahmen bei Großereignissen und Staatsbesuchen, Sonderflüge und Luftraumsperrungen koordiniert.

Die Darstellung der Luftlage sowie Führung und Waffeneinsatz erfolgten im Rahmen des Warschauer Pakts über das sowjetische automatisierte Führungssystems „ALMAS" und national über das Führungs- und Waffeneinsatzsystem ARKONA. Air Command and Control wurden im durchgehenden Schichtbetrieb an 365 Tagen im Jahr durchgeführt. Ab 1971 wurden von hier alle 11000 Sirenenanlagen der DDR  zentral ausgelöst. Die Kodierung zum Ansteuern der Sirenenanlage funktionierte schon damals wie das heute verwendete Tonwahlverfahren für Telefone.

Der Bunker ist heute ein technischer Zeitzeuge (gesamtes eingefriedetes Areal steht unter Denkmalsschutz) unter anderem für die Entwicklung der Nachrichtentechnik (die natürlich nicht dort entwickelt, aber eingesetzt wurde), Flugsicherung und Luftlagedarstellungen.

Der Aufbau der Bunkeranlage  „Fuchsbau" gliedert sich aus mehreren Teilen (Wasserwerk, Altbau, Neubau und weiteren unterirdischen Komplexen) auf. Die Anlage wurde 1975 bis 1977 erweitert.      Öffnung der Bunkeranlage (TO 02)

                                                           

Bezeichnung:  Teilobjekt 1 (TO 1) = neuer Bunker        

Bezeichnung : Teilobjekt 2 ( TO2) = alter Bunker

Beide Bunkeranlagen sind durch einem Gang verbunden. Die gesamte Anlage hat ein Volumen von ca. 13.211 m3 und eine Fläche von ca. 7681 qm.

Altbau (TO 02)

Der sogenannte Altbau ist über einem Stollensystem errichtet worden, welches aus der Zeit des Braunkohlebergbau stammt. Ab 1941 wurden die Stollenanlagen von der Waffen-SS erkundet. Im Laufe des Jahres 1942 wurde der Ausbau von 900 Häftlingen je Zwölf-Stunden-Schicht des Konzentrationslagers Sachsenhausen – Außenlager Fuchsbau unter Projektleitung des geheimen „Amt für Wellenausbreitung" durchgeführt. Dabei wurde in offener und teils geschlossener Bauweise gearbeitet. Nicht benötigte Stollenanschlüsse wurden gesprengt. Ab 1944 wurden die Kommunikationsaufgaben des Führungshauptamtes der SS und des OKW Zossen vom Fuchsbau (Tarnname „Hegewald") her ausgeführt. Nach 1945 unternahm die Rote Armee einige erfolglose Sprengversuche und erst 1957 wurde der Altbau im Auftrage des Ministeriums des Inneren (MdI) der DDR erkundet (Projektname: „Spinne"). Bis 1965 wurde der nachrichtentechnische Ausbau abgeschlossen. Der Altbau besteht im Wesentlichen aus drei parallelen Stollen in genauer OW-Ausrichtung, welche durch vier Querstollen miteinander verbunden sind. Über einen leicht ansteigenden Verbindungsgang gelangt man in den Neubau.

Neubau (TO 01)

Der Neubau ist eine dreietagige Konstruktion mit rechteckigem Grundriss, welche in offener Bauweise gebaut wurde. Mit seiner 13 Metern starken Erdüberdeckung bot er Schutz vor betonbrechenden Bomben bis Kaliber 250kg, Kernwaffenschläge bis Druck 5kp/qcm, gegen biologische und chemische Kampfstoffen und gegen radioaktive Verseuchung. Über 24 Stunden völlig hermetisiert und von der Aussenwelt abgeschottet, konnte in dieser Anlage gearbeitet werden. Die erstaunliche Deckenhöhe von 9 m im eigentlichen Führungssaal (Gefechtsstand) wurde nicht auf der gesamten Fläche des zweiten Untergeschosses verwirklicht. Darin wurden auf 2 Projektionsflächen von je 4,00 x 4,00 Metern die Luftlagemeldungen automatisiert visuell dargestellt. Die Computersysteme ( Almas-2) waren in speziell mit Stahlplatten verkleideten Räumen untergebracht. Dort wurden alle sekundären Luftlageinformationen aufgearbeitet und u.a. zum ZGS LSK/LV der sowjetischen Armee bei Moskau sowie zum Hauptgefechtsstand der Luftverteidigung West bei Minsk weiter geleitet. Der Zugang zur „dritten" Etage erfolgte aus dem umlaufenden Gang des ersten Untergeschosses. Der Neubau ist durchgängig als kubisches Bauwerk gestaltet und ist in seinem Kern als dreietagig reichender Führungssaal ausgebildet.

Die Gefechtsabschnitte waren in operative Gefechtsabschnitte und sicherstellende Gefechtsabschnitte unterteilt.

Die operativen GA:

DFBZ ( Diensthabender des ZGS)-- ein Oberst --- war Diensthabender Befehlshaber aller Kräfte und Mittel der Luftverteidigung NVA im Diensthabenden System der LV.

GA I = AIZ -- Aufklärungs-und Informationszentrum der Funktechnischen Truppen ( FuTT) ( verantworlich für Eingang und Auswertung der Radardaten)

GA III = Flugkontrolle ( verantwortlich für den Luftraum / Flugsicherheit)                  fuchsbau_3

GA IV = Gruppe Richtung -- zur Führung der eigenen Mittel und Kräfte

GA VI = Zentrale Flugwetterwarte

GA VII = Gruppe Nachrichten-und Flugsicherung                                         

sicherstellende GA:

GA II = automatisierte Gefechtsführungssystem Almas 2

GA V = Rechenzentrale mit ESER EC-1056 zur Gefechtsvorbereitung

GA VIII = Gruppe Technische Versorgung der Bunkeranlage

GA IX = Nachrichtenbetriebsbatallion / Nachrichtenzentrale


Verbindungsbauwerk

Zwischen Neubau und Altbau existiert ein unterirdisches Verbindungsbauwerk (Verbinder), dessen Treppenanlagen und Räume teils bis zur Erdoberfläche reichen. Dieses Verbindungsbauwerk ist konstruktionstechnisch kein Bunker und bietet, obwohl zum größten Teil unterirdisch gelegen, keinen wirksamen Schutz vor Bombardierungen.

Weitere Bauwerke

Acht der Tiefbrunnen und die dazugehörigen Unterwasserpumpen befinden sich auf dem Bunkergelände verteilt und sind in einem externen Wasserwerk (RekoWw) zusammen geführt.

Auf dem zirka 40 ha großen Areal des technischen Einzeldenkmals sind viele weitere Funktionsbauwerke vorhanden, welche in der Regel unterirdisch mit Leitungssystemen miteinander verbunden sind.

Auf Grund des Braunkohlebergbaus bis etwa 1936 und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg sowie Stolleneinbrüchen nach den vielen Jahren sind nicht wenige wasserführende Schichten zerstört, so dass während der militärischen Nutzung ein dreifaches unterirdisches Wasserentsorgungssystem das gesamte Areal bis einschließlich der Truppenlager durchzieht.

Einzelbauwerke sind unter anderem: Werkstätten (TO-19, TO-08), Kaltwasserstation (KWS), Eingangsbauwerke und Gebäude, Notausstiege, KBC-Beobachtungsturm, Wasserwerk (TO-16), Heizhaus, Trafostationen, STOF-Komplex (Hochdruckdampf-Entspann-Station), Unterkunftsgebäude (U-3, LBU 42-45 und „Grünes Gewölbe"), diverse Löschwasserzisternen und weitere.

Zeittafel:

  • 1942 Führungs- und Nachrichtenabteilung des SD der Waffen-SS
  • 1944 SS-Nachrichtenvermittlungsstelle „Fuchsbau" (Tarnname „Hegewald")
  • 1945 bis 1957 – keine Nutzung
  • 1957 Vorbereitung der Nutzung des Altbaus durch das MdI der DDR (Projekt „Spinne")
  • 1965 Indienststellung mit gemeinsamer Nutzung als zentrale Führungsstelle des Kommandos LSK/LV der NVA-Luftstreitkräfte und Fernmeldeknoten der Post (Tarnbezeichnung Übertragungsstelle - ÜSt.2)
  • 1978 Indienststellung als ZGS-14 (Tarnbezeichnung Objekt „Raduga")
  • 1990 Übernahme durch die Bundeswehr als Gefechtsstand Luftverteidigungssektor 5 der 5. Luftwaffendivision
  • 1994 Außerdienststellung
  • 1995 Versiegelung als „Bergmännischer Verschluss"
  • 2005 Oktober Öffnung über den Lasteneingang
  • 2006 Denkmalschutz für das gesamte eingefriedete Bunkerareal (etwa 40 ha) und Nutzung ausschließlich als der Allgemeinheit dienende unter Denkmalschutz stehendes Technisches Einzeldenkmal; Aufbau und Veröffentlichung einer eigenen Homepage
  • 2006 Mit Unterschutzstellung wöchentliche Führungen durch den Verein Interessengemeinschaft Fuchsbau gem. e.V. auf der Grundlage der bisherigen und weiteren abschnittsweisen technischen Rekonstruktion des Betreibers
  • 2007 Führungen durch die Anlage und weitere Sicherungs- und Rekonstruktionsarbeiten im eingefriedeten Areal und besonders im Bunkerkomplex
  • 2008 Einbruch und Vandalismus im Bauwerk; Überwindung der Schäden durch breite Unterstützung der Allgemeinheit; Aufbau eines eigenen und besonderen Überwachungs- und Schutzsystems für das Bauwerk und auf dem unter Denkmalschutz stehenden Areal
  • 2010 Verkauf der Bunkeranlage und das etwa 190 Hektar Areal an einen Holzhändler aus Solingen
  • 2010 Führungen sind durch Eigentümer eingestellt worden
  • 2011 Führungen mit Zeitzeugen finden wieder statt

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Fotoaufnahmen: Denny Müller - Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Hans Joachim Pötzsch (1977 bis 1989 Oberstleutnant)  interner Link

Panoramen: Denny Müller (Bunker5001 e.V.)  interner Link

Zustand: Anlage geöffnet  - Anmeldung / Info:  www.Bunkeranlage-Fuchsbau.de

Quelle: nachrichtenregiment-14.de

Weblinks:  Offizielle Homepage:  Bunkeranlage ZGS 14

                  NVA Fuchsbau (Manfred Rassau)

                  Videomaterial You Tube

                


Stadtbad Prenzlauer Berg

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Aufgrund der Forderung des 1873 gegründeten Berliner „Verein für Volksbäder" nach Verbesserung der Hygiene der ärmeren Bevölkerung „Jedem Deutschen wöchentlich ein Bad", wobei man unter „Bad" in erster Linie ein Brausebad verstand, entstanden um 1900 zahlreiche öffentliche Bäder in Berlin. Das 1899-1902 erbaute Frühwerk Ludwig Hoffmanns (1852-1932), das Stadtbad Oderberger Straße in der Oderberger Straße 57-59, ist nicht nur ein Zeugnis dieser Bäderkultur. Am 1. Februar 1902 konnte das Gebäude im Stil der deutschen Renaissance eröffnet werden.

Otto Lessing fertigte sämtliche Verzierungen und Skulpturen an. Die Straßenfassade des Stadtbades greift auf die Formen der deutschen Renaissance zurück, erinnert in der Anlage der Giebel und Dachgauben an das Leipziger Alte Rathaus. Im Inneren ist das ursprünglich 23,20 m lange Schwimmbecken von Gewölben umrahmt. Der vorrangigen Funktion des Bades, der Körperreinigung, dienten die in den seitlichen und oberen Bereichen untergebrachten Dusch- und Wannenbäder. 1936 wurden geringfügige bauliche Maßnahmen durchgeführt: die von Hoffmann konzipierten Lichthöfe wurden nun aus Platzmangel überbaut. Den Krieg überstand das Gebäude ohne große Schäden und auch in der DDR wurde es weiterhin als Stadtbad genutzt. 1977 wurde eine Sauna eingebaut.

Wegen auftretende Risse im Beckenboden und in den Deckengewölben, musste das Bad zum 11. Dezember 1986 schliessen. Das Bad war zur Betriebszeit ein bedeutender sozialer Bezugspunkt für die Menschen im Stadtbezirk und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts waren die öffentlichen Duschen auch für die Hygiene immens wichtig. Die Wannen- und Duschbäder und die Sauna wurden noch einige Zeit weiterbetrieben, jedoch 1994 bzw. 1997 ebenfalls geschlossen. 

Die Planungen der DDR für eine Sanierung waren nach der Wende Geschichte. 1990 gründete sich eine Bürgerinitiative, die die Sanierung und die erneute Nutzung als Badeanstalt forderte. Im Januar 2007 kaufte die Stiftung Denkmalschutz Berlin das Gebäude. Im Juni 2008 wurde bekannt, dass die Stadtentwicklungsverwaltung in Aussicht gestellte Fördermittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro nicht bereitstellen wird, wodurch sich die Sanierung erneut verzögerte. Das Bad wurde nun zunächst wieder für kulturelle Zwecke genutzt um die laufenden Kosten des Gebäudes zu decken.

Im Juli 2008 wurde bekannt, dass eine angrenzende Sprachschule Interesse hat, das Gebäude zu übernehmen. Die Schwimmhalle soll saniert und in den Freizeitbereich der Schule integriert werden, jedoch zeitweise auch öffentlich zugänglich sein. Das Konzept der Sprachschule sieht im Rest des Gebäudes Hotelzimmer vor. Die Stiftung Denkmalschutz Berlin hat das Bad im Dezember 2011 an die GLS Sprachenschule verkauft.

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Fotoaufnahmen: Denny Müller

Panoramen: Denny Müller

Bundesland: Berlin

Quelle: Wiki / Hoffmann, Ludwig: Volksbad in der Oderbergerstr. Neubauten der Stadt Berlin - Gesamtansichten und Einzelheiten, Bd. II, Berlin Bruno Hessling G.M.B.H. 1903

Zustand: Denkmalgerechte Sanierungsarbeiten werden zur Zeit ausgeführt


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