Tuesday, 21 November 2017

Objekt 17/5020

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Hubschrauberlandeplatz (Anlaufpunkt)

Das Objekt 17/5020, intern auch als "Anlaufpunkt" bezeichnet, befand sich an der Ortsverbindungsstraße Bernau–Wandlitz und wurde als Hubschrauberlandeplatz und Kurier-, Melde- und Verteilerzentrale in drei Kilometer Entfernung zur Waldsiedlung gebaut. Die Nähe zum Wohnsitz der Mitglieder des Zentralkomitees sollte hauptsächlich den „gedeckten Rückzug" der Mitglieder des NVR sowie der restlichen privilegierten Mitglieder der Regierung per Flugzeug oder Hubschrauber Richtung Osten sicherstellen. Für eine Evakuierung hätte die Staatsführung auch per Helikopter direkt aus der Waldsiedlung ausgeflogen werden können. Die Bunkerbauten sind kleiner und haben nachrangige Bedeutung und Funktion im Komplex 5000. Es handelt sich um mehrere Fahrzeugbunker (sechs Stück unter den Bereitschaftsgebäuden) und einen zentralen FB-75-Komplex. Weiterhin gibt es einen geschützten Keller im Towergebäude und mehrere Kleinbunker, sowie FB-3-Mannschaftsbunker auf dem Gelände.

Nach der Wende übernahm die Bundeswehr das Gelände zunächst als Übungsobjekt, im Zuge der Einsparungen wurde die Anlage aber bald wieder aufgegeben. Nachdem die beiden großen Stabsbunker (TO 1 und TO 2) und der Garagenbunker (TO 3) zunächst als Fledermausquartier umgebaut und das übrige Objekt dem Verfall preisgegeben wurde, rückte Ende 2008 das Rückbauunternehmen an. Mittlerweile sind die Strukturen der Anlage vollständig vom Erdboden verschwunden.


Fotoaufnahmen: Denny Müller

Objekt 17/5020