Thursday, 30 March 2017

Niles Werke AG

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Sitz der Kombinatsleitung

1898 wurde das Berliner Unternehmen Deutsche Niles Werke AG gegründet. Die Aktiengesellschaft wurde aus Vertretern großer deutscher Banken und Industrieunternehmen gebildet. Das Grundkapital betrug 6.000.000 Goldmark. Die erste Fabrik wurde nach amerikanischen Plänen in Oberschöneweide bei Berlin errichtet.

1920 - nach den allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde das Werk in Schöneweide an die AEG für 4,35 Mio. Mark verkauft. Die AG wurde in Deutsche Niles Werke AG zurück benannt und nach Berlin-Weißensee verlegt.

1933-1945 - Unter den Nationalsozialisten wurde auch Niles gleichgeschaltet, der Betrieb profitierte von der allgemeinen Auftragslage und der Rüstungsindustrie und wurde während des Krieges zu einem wichtigen Rüstungsbetrieb. Die AG wurde zur GmbH umgewandelt. Gegen Ende des Krieges waren die meisten Teile des Betriebes durch Luftangriffe zerstört.

1945- Die Niles Werke in Weißensee werden unter sowjetische Zwangsverwaltung gestellt.

1949 - wurde der Betrieb zum VEB Deutsche Niles Werke umgewandelt.

1952 - am 7.11. wurde das Werk umbenannt zum VEB Großdrehmaschinenbau „7. Oktober" Berlin.

1967 wurde Niles dem VEB Schleifmaschinenkombinat Berlin angegliedert und

1969 dem VEB Werkzeugmaschinenkombinat „7. Oktober" Berlin zugeordnet.

1990, nach der Wende, wurde das VEB Werkzeugmaschinenkombinat "7. Oktober" Berlin aufgelöst. Seine Betriebe wurden in 24 Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgeteilt, von denen sich 16 in der Holding Niles-Industrie GmbH, Berlin, vereinigten. Im Januar 1997 wurde NILES von dem Unternehmen KAPP GmbH Werkzeugmaschinenfabrik übernommen.


Fotoaufnahmen: Denny Müller

Quelle: Niles GmbH / Landesarchiv Berlin

Zustand: abgerissen (August 2013)