Monday, 21 August 2017

Eierhäuschen

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Das Eierhäuschen war ein beliebtes Berliner Ausflugslokal gegen Ende des 19. Jahrhunderts und ist der Schauplatz eines Kapitels des Romans „Der Stechlin" von Theodor Fontane. Es befindet sich am Rande des Plänterwalds direkt am Ufer der Spree.

Über die Entstehung des Namens des Lokals gibt es zwei Theorien: Entweder weil der Wächter der Ablage nebenbei Eier an die Spreeschiffer verkaufte, oder weil der Preis bei einem örtlichen Ruderwettbewerb aus einem Schock Eier bestand, wurde die Spreeschönheit so sonderbar benamst, wie es bei Fontane heißt.

1837 entstand das Gasthaus zum Eierhäuschen. Nach mehreren Bränden in den Jahren 1890 bis 1892 wurde der heute noch erhaltene Backsteinbau errichtet und 1902 um eine Veranda und ein Saal erweitert worden.

1970 - 1973 erfolge dann die Rekonstruktion und Umbau mit Unterstützung des Rates des Stadtbezirks Treptow.

Als hinderlich für eine Reaktivierung des Eierhäuschens erweist sich die noch aus Zeiten des VEB Kulturparks fortbestehende Zuordnung der Gaststätte zur Liegenschaft Spreepark, obwohl sie außerhalb dessen Einzäunung liegt. Eine vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Herauslösung der Immobilie aus dem seit Ende 2001 insolventen Spreepark wurde seitens des Berliner Senats nicht umgesetzt, da man sich größere Vermarktungschancen für die Spreepark-Fläche erhofft.

Für das stark sanierungsbedürftige denkmalgeschützte Gebäude soll 2014 durch das Land Berlin und den Bezirk ein gemeinsames Nutzungskonzept mit dem landeseigenen Spreepark gefunden werden. Mittlerweile wurden nach Übernahme des Spreeparks durch das Land Berlin erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Eine Sicherung des Daches soll noch 2014 erfolgen, weitere denkmalgerechte Sanierungsmaßnahmen ab 2015.



Fotoaufnahmen: Wesenstein (2009-2014)