Tuesday, 21 November 2017

Pathologie der Hufelandklinik

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Pathologie der ehemaligen Hufelandklinik Berlin Buch

Das Institut für kortiko-viszerale Pathologie und Therapie war ein 1956 gegründetes medizinisches Forschungsinstitut mit Sitz in Berlin-Buch. Gründer und Direktor des Instituts während des gesamten Bestehens war Rudolf Baumann, zur damaligen Zeit ärztlicher Direktor des städtischen Hufeland-Krankenhaus in Berlin-Buch, aus dessen klinischer Forschungsabteilung für Schlaftherapie das Institut entstanden war.

Berühmtheit erhielt die Patholgie nach Kriegsende im Mai 1945. Die angekohlten Leichen von Hitler und Eva Braun wurden am 4. Mai 1945 von den Rotarmisten Tschurakow, Olejnik und Serouch aus einem Bombentrichter an den Mauern der Reichskanzlei in Berlin freigeschaufelt. Man hüllte die Leichen in eine Decke ein. Bald danach wurde die Leiche des Führers zur Identifizierung in den Berliner Vorort Buch gebracht, und dort im Keller der örtlichen Klinik aufbewahrt. Am 8. Mai 1945 fand dort in der örtlichen Klinik eine gerichtsmedizinische Expertise statt. Die Chefpathalogieanatomen der Roten Armee, Oberst Krajewski, die Ärztin Anna Maranz sowie den Ärzten Boguslawski und Gulkewitsch, nahmen unter der Leitung von Chefsachverständige der 1. Weißrussischen Front, Faust Iossifowitsch Schkarawski die Obduktion vor.

Fotoaufnahmen: Wesenstein