Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst - Ehem. Offizierskasino der Pionierschule


Adresse: Zwieseler Str. 4 10318 Berlin 

Telefon: 030 50 15 08 10

Internetadresse: www.museum-karlshorst.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Eintritt frei

Barrierefrei: Rollstuhlgerechter Zugang. Ein Leihrollstuhl ist verfügbar.

Führungen: Öffentliche, kostenfreie Führung jeden Sonntag um 15 Uhr, ohne Voranmeldung



Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst ist ein den deutsch-sowjetischen und deutsch-russischen Beziehungen gewidmetes Museum in der Zwieseler Straße 4 in Berlin-Karlshorst. Der größte Teil der Dauerausstellung informiert über den Deutsch-Sowjetischen Krieg 1941–1945, der in der Sowjetunion bzw. deren Nachfolgestaaten als „Großer Vaterländischer Krieg“ bekannt ist. Im Gebäude wurde am 8. Mai 1945 mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der 2. Weltkrieg beendet. Da in der Sowjetunion die Kapitulation erst nach diesem Akt bekanntgegeben wurde und, auch durch die Zeitverschiebung (siehe: Moskauer Zeit), das Inkrafttreten auf den 9. Mai fällt, wurden und werden in der Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten die Feierlichkeiten zum „Tag des Sieges“ erst an diesem Datum begangen, das dort gesetzlicher Feiertag ist. Allgemein steht jedoch der 8. Mai 1945 als VE-Day (Victory in Europe Day) für das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

Das Museum befindet sich in dem in den 1930er Jahren errichteten Offizierskasino der Heerespionierschule der Wehrmacht. Ab Mai 1945 diente das Haus zunächst als Amtssitz des Chefs der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD). Der erste Chef Marschall Schukow und seine Nachfolger residierten im ehemaligen Klubraum des Offizierskasinos. Ab 1949 bis 1953 wurde das Gebäude als Sitz der nach der Gründung der DDR geschaffenen Sowjetischen Kontrollkommission genutzt. Von 1953 bis 1954 residierte der sowjetische Hohe Kommissar im Gebäude des jetzigen Deutsch-Russischen Museums. Mit der Beendigung des Besatzungstatutes über die DDR am 25. März 1954 verlor dieser seinen Tätigkeitsbereich. Mit dem 20. Jahrestag des Kriegsendes 1965 setzte in der Sowjetunion eine museale Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg ein. Auf dieser Grundlage kam es am 5. November 1967 zur Eröffnung des Museums der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg im Gebäude des ehemaligen Offizierskasinos. Das Gebäude wurde als sowjetisches Museum auf deutschem Boden gegründet und war eine Außenstelle des Zentralmuseums der Streitkräfte der UdSSR in Moskau.

In den im Zuge der deutschen Wiedervereinigung (1990) getroffenen Vereinbarungen über den Abzug der sowjetischen Streitkräfte auf dem Gebiet der ehemaligen DDR einigten sich die Bundesrepublik Deutschland und die UdSSR mit dem ausdrücklichen Verweis auf den am 9. November 1990 geschlossenen Freundschaftsvertrag, an diesem historischen Ort gemeinsam an die Geschichte des Deutsch-Sowjetischen Krieges und das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft zu erinnern. Nach einer Umgestaltung wurde im Mai 1995 das Deutsch-Russische Museum eröffnet.


Standort: Berlin / Germany

Eigentümer: Museum Berlin-Karlshorst e.V.

Bauherr: Deutsche Wehrmacht

Fotograf: Denny Müller

Stand: 2018

Quelle: Wikimedia Foundation Inc.

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